Dämmung

Definition & Erklärung

Mithilfe einer guten Dämmung können Sie als Immobilienbesitzer Energie- sowie Heizkosten und damit bares Geld sparen. Bauen Sie heutzutage ein Haus, müssen Sie aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) gar verpflichtend eine Mindestdämmung einbauen.

Bei Altbauten verhält es sich etwas anders. Hier muss nur am Dach und an den oberen Geschossdecken nachgebessert und eine Dämmung eingebaut werden, sofern keine vorhanden ist.

Bei Missachtung droht ein Bußgeld (bis zu 50.000 Euro). Zudem muss das Haus dem Mindestwärmeschutz gemäß gedämmt sein.

Doch auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind nachzurüsten, kann sich der Einbau einer Dämmung dennoch lohnen. Wenn Ihr Haus nicht gut gedämmt ist, gehen Ihre Heizkosten schnell wortwörtlich durch die Decke.

Eine gute Dämmung hält die Heizwärme im Inneren des Hauses.

Welche Arten von Dämmstoff gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Dämmstoff aus unterschiedlichen Materialien.

Neben organischen Dämmstoffen, etwa aus Hanf, gibt es auch anorganische Dämmstoffe, zum Beispiel aus Steinwolle.

Diese Dämmstoffe bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile, weshalb ihre Auswahl gut überlegt sein sollte.

Priorität bei der Wahl eines jeden Dämmstoffes sollte immer der Brandschutz haben, danach kann auf weitere Faktoren wie die Dämmwirkung, den Preis und den Lärmschutz geschaut werden.

Sind Sie sich bei der Wahl des Dämmmaterials nicht sicher, fragen Sie am besten einen Dachdecker oder einen Energieberater.

Wie sollte ich mein Dach dämmen?

Die meiste Wärme (bis zu 30 %) im Haus geht über das Dach verloren, daher ist eine gute Dämmung hier am wichtigsten.

Hier haben Sie mehrere Möglichkeiten, aus denen Sie wählen können, nämlich die Untersparrendämmung, die Zwischensparrendämmung und die Aufsparrendämmung – alle bieten Vor- und Nachteile.

Untersparrendämmung: Vor- und Nachteile

Die Untersparrendämmung ist, zusammen mit der Zwischensparrendämmung, die günstigste Variante. Hier können Sie mit Ausgaben von 30 Euro bis 60 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Bei der Untersparrendämmung wird der Dämmstoff, wie der Name schon sagt, unter den Dachsparren angebracht.

Dies geht sehr einfach und kann sogar von Ihnen selbst erledigt werden.

Nachteil ist, dass die Untersparrendämmung die niedrigste Dämmwirkung bietet und mit einem Raumverlust einhergeht.

Ist der Dachboden bewohnt, ist die Untersparrendämmung also keine Option.

Zwischensparrendämmung: Vor- und Nachteile

Auch bei der Zwischensparrendämmung können Sie mit Kosten von 30 Euro bis 60 Euro pro Quadratmeter rechnen – auch diese Variante ist einfach umzusetzen.

Der Vorteil gegenüber der Untersparrendämmung ist primär die Platzersparnis.

Der Nachteil ist dagegen, dass sich Wärmebrücken bilden. Dennoch ist die Dämmwirkung höher als bei der Untersparrendämmung.

Aufsparrendämmung: Vor- und Nachteile

Die Aufsparrendämmung ist die beste, aber auch die teuerste Variante.

Hier müssen Sie 150 Euro bis 200 Euro pro Quadratmeter Dachfläche einplanen. Dies ist auch der größte Nachteil dieser Möglichkeit.

Vorteile sind die sehr gute Dämmwirkung sowie der ausbleibende Raumverlust.

Welches Material ist für die Dämmung geeignet?

Für die Dämmung des Daches sind Mineralwollmatten eine gute Wahl. Diese sind günstig und verhindern durch ihre Struktur Luftströme. Zwischen den Fasern steht Luft, die warm bleibt.

Außerdem ist Mineralwolle nicht brennbar und setzt somit im Brandfall keine toxischen Gase frei. Schimmel ist bei der Verwendung von Mineralwolle auch kein Problem, da sie keine Feuchtigkeit aufnimmt.

Trägt die Mineralwolle Ihrer Wahl ein RAL-Gütezeichen, dann ist sie sogar komplett frei von Schadstoffen. Die einzige Kategorie, in der Mineralwolle unterdurchschnittlich abschneidet, ist beim Lärmschutz.

Ist der Dachboden unbenutzt, kann man die Mineralwolle auch einfach auf dem Boden ausrollen und so als Deckendämmung benutzen.

Benötigt man dann doch einmal Zugang zum Dachboden, kann man sie einfach wieder entfernen.

Wann sollte ich über eine Innendämmung nachdenken?

Eine Innendämmung macht dann Sinn, wenn an den Wohnbereich etwa eine kühlere Garage direkt anschließt. Dann können Sie sich überlegen, die Trennwand zusätzlich zu dämmen, vor allem, da einige Dämmmaterialien zusätzlich einen guten Lärmschutz bieten.

Eine Innendämmung gestaltet sich häufig etwas komplizierter als eine Dachdämmung, da die Bauweise der Wände eine große Rolle spielt.

Ist die zu dämmende Wand eine Hohlraumwand, dann können Sie einfach eine Schüttdämmung oder eine Einblasdämmung verwenden.

Bei einer Betonwand sollten Sie auf Hartschaum-Dämmplatten zurückgreifen. Hier gibt es wiederum verschiedene Varianten und Materialien.

Platten aus Polystyrol (Styropor) bieten eine geringere Dämmwirkung als Platten aus Polyurethan.

Letztere sind außerdem schwerer brennbar und bieten einen guten Diffusionswiderstand.

Eine weitere Möglichkeit sind Platten aus Phenolharz. Diese sind zwar hart, spröde und dementsprechend unflexibel, allerdings sind sie auch schwer entflammbar und schützen vor Rost.

Wie sollte ich meinen Keller dämmen?

Wie Sie Ihren Keller dämmen sollten, hängt von der Nutzung ab.

Sollten Sie diesen, etwa in einem Altbau, nur als Lager nutzen und ist dieser nicht beheizt, dann reichen einfache, kostengünstige Styroporplatten aus.

Wollen Sie Ihren Keller jedoch als Hobby- oder Wohnraum nutzen, dann sieht es anders aus.

Bei Neubauten ist eine Bodendämmung in Kellerräumen aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) mittlerweile Standard, daher gibt es hier höchstwahrscheinlich keinen Bedarf zum Nachrüsten.

Hier wird häufig eine Perimeterdämmung eingesetzt, die außen angebracht wird und das Haus vor Kontakt mit dem kalten Erdreich schützt. In manchen Fällen wird die Perimeterdämmung auch zwischen Bodenplatte und Estrich angebracht. Dieses Material bietet einige Vorteile: Es hält Druck sowie Feuchtigkeit stand und verrottet nicht. 

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